brainwriting

Brainstorming war gestern – probier’s mit Brainwriting

​Als Kreativitätstechnik ist Brainstorming nicht schlecht, mit Brainwriting kannst du auch Introvertierte einbinden.

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​Praktik "​Brainwriting"

​Dimension: Beziehung | Stufe: Orange ​

​Brainwriting ist eine Praktik, die eine Gruppe prima fokussiert auf die Sachebene.

​Ziele

​Brainwriting ist eine Kreativitätstechnik, die vorwiegend in Gruppen angewandt wird und dem Brainstorming ähnelt. Das Besondere des Brainwriting gegenüber dem Brainstorming ist, dass jeder Teilnehmer in Ruhe Ideen sammeln und verschriftlichen kann. Das klassische Brainstorming wird offen durchgeführt, das kann bei Teilnehmern zu Blockaden führen. ​Die Parallelisierung und Anonymisierung der Beiträge vermeide​t blockierende Einflüsse der Gruppe und ermöglicht die spontane Reaktion auf Beiträge anderer Teilnehmer.

​Ablauf

  1. ​​Alle Teilnehmer sitzen um einen Tisch. (optimal sind Teams von 5 bis maximal 8 Personen)
  2. Ein Stapel leerer Karten wird in der Mitte des Tisches gelegt.
  3. Jeder Teilnehmer nimmt sich eine Karte und notiert eine Idee.
  4. Anschließend reicht man die Karte seinem rechten Nachbarn, nimmt sich eine weitere Karte, notiert eine weitere Idee und reicht die Karte ebenfalls nach rechts weiter. Dies führt man nun für jede neue Idee aus.
  5. Vom Nachbarn erhaltene Karten werden kurz gelesen, gegebenenfalls ergänzt und wie eigene Karten weitergereicht. Alternativ, wenn man gerade mit der Formulierung einer Idee beschäftigt ist, kann die Karte auch ungesehen durchgereicht werden.
  6. Erhält man eine seiner eigenen Karten zurück und möchte man diese nicht weiter ergänzen, so wandert sie auf einen Ablage-Stapel in der Mitte des Tisches.

​Einsatzmöglichkeiten

​Brainwriting ist besonders geeignet, Probleme und deren Themenumfeld zu erkunden und zu durchleuchten und dazu Ideen und Stoffsammlungen zu generieren. Die Ideen werden bei dieser Praktik nicht nur schriftlich festgehalten, sondern auch unter den Teilnehmern ausgetauscht, ausgebaut und verbessert.

​Vorteile

  • ​Ideen können nicht versehentlich in der Diskussion untergehen, da sie schriftlich fixiert sind. Es ist nicht notwendig, ein Protokoll zu führen. Ein Protokollant entfällt deshalb.
  • Die Anonymität der Teilnehmer kann meist gewahrt werden. Die Teilnehmer sind somit nicht persönlich angreifbar.
  • Es herrscht Gleichberechtigung in der Gruppe. Introvertierte Teilnehmer haben dieselbe Chance, ihre Ideen anzubringen wie extrovertierte. Auch hat die Stellung der Teilnehmer keinen Einfluss auf die Besprechung der Ideen, sofern Anonymität vorherrscht. In der Diskussion werden die Ideen beispielsweise des Abteilungsleiters dann nicht aus Ehrfurcht von der Kritik ausgespart.

​Voraussetzungen und Hilfsmittel

​Es wird nur ein Tisch, Karten und Stifte benötigt.

​Einführung

​​Die Praktik ist weniger anspruchsvoll für den Moderator als das Brainstorming.

​Kommentare und Tipps


​Varianten

Brainwalking: Nicht das Papier wandert, sondern die Teilnehmer.

Entwickle deine eigene Variante und beschreibe sie in den Kommentaren.

Links und Material

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