Motivation

Das Motivationsposter bringt das Team in Aktion!

Das Team nimmt sich vor einige Dinge anders zu machen, doch die Appelle sind schnell vergessen – da hilft das Motivationsposter.

Praktik “Motivationsposter”

Dimension: Orientierung | Stufe: orangener Gürtel

Das Motivationsposter gibt dem Team immer wieder Orientierung. Man kann es auf jeder Stufe der Orientierung anwenden. Die Praktik hilft dabei Orientierung zu geben beziehungsweise zu halten, bringt aber keine inhaltliche Entwicklung.

Ziele

Das Team hat Zeit investiert und es hat Ursachen gefunden, warum etwas nicht gut lief. Schnell sind auch entsprechende Forderungen und Appelle ausgesprochen und – je nach Vorliebe im Team – protokolliert. Doch die Halbwertszeit von solchen Appellen beträgt oft nur 24 Stunden, dann ist der Effekt bereits verpufft.

Gewohnheiten kann man nicht mit Appellen so einfach verändern. Dazu braucht es regelmäßige Erinnerungsimpulse – genau diese Erinnerungsimpulse kann das Motivationsposter leisten. Damit ist zwar nicht garantiert, dass die Veränderung gelingt, zumindest bekommt sie so deutlich mehr Aufmerksamkeit und die Chance, dass eine Veränderung gelingt, steigt dadurch.

Ablauf

  1. Das Team möchte eine Gewohnheit verändern und möchte dazu ein Motivationsposter entwickeln, das man gerne ansieht.
  2. Nehmt ein großes Blatt, zum Beispiel von einem Flip-Chart. Es sollte später auffallen, also bitte nicht kleiner als DIN A4.
  3. Denkt euch einen griffigen Titel aus: möglichste eingängig, wie ein Slogan.
  4. Findet eine knappe und coole Beschreibung. Diese darf – wie das ganze Motivationsposter – witzig und selbstironisch sein.
  5. Ergänzt ein oder mehrere Bilder auf dem Motivationsposter. Wenn es begabte Teammitglieder gibt, am besten selbst gemalt. Ansonsten tut es auch ein Bild aus dem Internet auszudrucken. Das Bild hat den Zweck den Betrachter auch emotional anzusprechen, das gelingt besonders gut mit Kindern, Tieren oder Menschen, die Emotionen zeigen.
  6. Sucht einen guten Platz um das Motivationsposter aufzuhängen, so dass man es mehrmals täglich nicht ignorieren kann.
  7. Nicht vergessen das Motivationsposter nach 2-3 Wochen wieder abzunehmen. Spätestens nach dieser Zeitspanne wird man es kaum noch beachten.

Einsatzmöglichkeiten

Kann eingesetzt werden, wenn das Team von sich aus eine kleine Verhaltensveränderung durchführen möchte und in der Vergangenheit bereits die Erfahrung gemacht hat, dass ein Appell nicht ausreicht.

Vorteile

  • Die Erstellung des Motivationsposters macht Spaß und hilft die eigenen Schwächen mit Humor zu bewältigen.
  • Alte Motivationsposter können in einer Galerie gesammelt werden und dokumentieren ein Stück der Kultur des Teams.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Veränderung gelingt, steigt schon durch das Erstellen des Motivationsposters, aber auch durch die tägliche Erinnerung an den eigenen Anspruch.

Voraussetzungen und Hilfsmittel

Voraussetzung ist, dass das Team bereits die eigene Zusammenarbeit und Ausrichtung reflektiert hat. Dabei hat das Team selbst eine Erkenntnis gewonnen und möchte eine Veränderung im Team vornehmen.

Für die Durchführung sollte genügend Papier, Scheren, Malkreide und Stifte in einem Workshop-Raum bereitstehen. Gegebenenfalls auch Zugriff auf das Internet und ein Farbdrucker. Zum Aufhängen eignen sich zum Beispiel tesa Powerstrips POSTER sehr gut, weil diese sich rückstandlos wieder entfernen lassen.

Einführung

Besonders wichtig ist, dass die Botschaft vom Team selbst stammt und auch das Motivationsposter komplett von den Betroffenen selbst entworfen wird. Eine Führungskraft sollte sich dabei komplett raushalten. Sind an dem Motivationsposter auch nur Teile enthalten, die vom Management stammen, dann wirkt das Motivationsposter schnell wie der beobachtende Blick der Obrigkeit.

Ebenfalls wichtig, dass die Botschaft vom gesamten Team akzeptiert wird. Es muss nicht jedes Mitglied im Team damit einverstanden sein, aber zumindest darf der Widerstand im Team nicht ignoriert werden.

Kommentare und Tipps

Varianten

Entwickle deine eigene Variante und beschreibe sie in den Kommentaren.

  • Beispiel
  • Weitere Beispiel-Bilder findest du im Retromat
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