14: Mit 12 einfachen Prinzipien zur Agilität – Teil 2

Wenn du dich nach 12 einfachen verstehbaren Prinzipien ausrichtest, dann arbeitest du und dein Team agil. Hier geht es um die zweiten 3 Prinzipien aus dem agilen Manifest: tägliche Abstimmung, motivierte Menschen und persönlicher Kontakt.

Falls dir diese Episode gefallen hat, dann abonniere den Podcast auf iTunes, Instacast, Downcast, PodGrasp oder deinem Lieblings-Podcast-Player. Das geht einfach, du bekommst neue Episoden dann automatisch und verhilfst dem Podcast zu Aufmerksamkeit.

In diesem Artikel hatten wir die Entstehungsgeschichte des agilen Manifests beleuchtet. Im agilen Manifest gibt es 4 agile Werte. Damit sind die Grundlagen gelegt, die diesen Artikel einfach zu verstehen machen. Sollte dir ein weinig Kontext fehlen, dann empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen. Aus dem agilen Manifest stammen auch die 12 agilen Prinzipien, um die es jetzt geht.

Die ersten 3 Prinzipien sind in diesem Artikel erklärt, hier also die Fortsetzung der Prinzipien.

4 Alle täglich in einem Boot

Business people and developers must work together daily throughout the project.

Baue keinen Zaun um das Projekt, der Auftraggeber und Auftragnehmer trennt. Lernzyklen funktionieren nicht, wenn der Auftraggeber eine Beauftragung über den Zaun wirft und dann auf das Endresultat wartet. Es gibt täglich Fragen, Probleme und offene Punkte, die sich gemeinsam viel leichter klären lassen.

Es spricht nichts gegen eine Zusammenarbeit. Schließlich ist dein Auftraggeber genauso an einer guten Lösung interessiert wie du und dein Team.

Mit der Zeit kannst du Offenheit, Ehrlichkeit und Vertrauen aufbauen.

Oft denken Kunden, dass sie Druck aufbauen müssten. Nur so bekommen sie auch anständig etwas für ihr Geld. Du weißt, dass das bei dir nicht nötig und sinnvoll ist. Sobald das dein Kunde auch so sieht, kommt ihr dem agilen Gedankengut einen großen Schritt näher. Wenn das partout nicht möglich ist, dann solltest du dich fragen, ob eine agile Zusammenarbeit überhaupt möglich ist.

5 Im Kern braucht es intrinsisch motivierte Menschen

Build projects around motivated individuals. Give them the environment and support they need, and trust them to get the job done.

Die Unterzeichner des agilen Manifests gehen davon aus, dass es nicht die Aufgabe ist ein Massenprodukt herzustellen. Man kann nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Es geht ums Lösen von neuen Problemen.

Dafür braucht dein Team Kreativität, Ideen und Inspiration. Das geht nur, wenn alle intrinsisch motiviert sind. Das kann man zwar nicht garantieren. Aber man kann vermeiden, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter demotiviert werden.

Demotivation entsteht in einem ungünstigen Umfeld. Dazu gehören schlechte Werkzeuge, schlechte Arbeitsplätze, wenn die Arbeitsplätze des Teams verstreut sind, eine wacklige Kommunikations-Infrastruktur, es keine attraktive Möglichkeit für Pausen gibt, uvm.

Bei der Unterstützung sollten zwei Rollen im Team besetzt werden:

  1. Ein Team-Coach (agiler Coach, SCRUM-Master, etc.)
  2. Ein Kümmerer, der Probleme bearbeitet, die das Team nicht lösen kann

Außerdem sollten alle Verantwortlichen Vertrauen ins Team haben. Vertrauen darauf, dass das Team die Arbeit machen wird. Das Team wird die Verantwortung übernehmen, wenn das Management sie auch wirklich los lässt.

6 Absprachen durch persönlichen Kontakt

The most efficient and effective method of conveying information to and within a development team is face-to-face conversation.

Je kürzer die Zyklen der Entwicklung sind, des häufiger braucht es Abstimmung und Austausch. Sonst bremst der fehlende Austausch die Fortschritte des Teams.

Aus der Wissenschaft ist bekannt, dass Kommunikationskanäle unterschiedlich gut funktionieren:

  • 7% verbale Kommunikation (Inhalt)
  • 38% paraverbale Kommunikation (Tonfall, Betonung, Artikulation)
  • 55% nonverbale Kommunikation (Auftreten, Bewegung, Mimik, Gestik)

Am besten funktioniert Kommunikation, wenn man sich persönlich begegnet und dann noch ein Whiteboard benutzt.

Falls du mit Telefon- oder Internetverbindungen arbeitest, dann prüfe deren Qualität. Es ist fatal, wenn diese nicht immer zu Verfügung stehen, schlechte Übertragungsqualität haben oder gar ausfallen.

Alle Verluste in der Kommunikation (Missverständnisse, fehlende Informationen, etc.) bezahlt man im Projekt sehr teuer mit Reparaturarbeiten (Nacharbeit, zusätzliche Anpassungsarbeiten oder Team-Entwicklungen). Damit sind zwar alle bis über beide Ohren beschäftigt, nur leider nicht produktiv.

Links und Material

Veröffentlicht am 13.4.2018

  • […] Episode 16: Mit 12 einfachen Prinzipien zur Agilität – letzter Teil – schwarm-coach.de bei Episode 14: Mit 12 einfachen Prinzipien zur Agilität – Teil 2 […]

  • […] Episode 14: Mit 12 einfachen Prinzipien zur Agilität – Teil 2 […]

  • >