16: Mit 12 einfachen Prinzipien zur Agilität – Teil 4

  • vor einigen Jahren

Wenn du dich nach 12 einfachen verstehbaren Prinzipien ausrichtest, dann arbeitest du und dein Team agil. Hier geht es um die letzten 3 Prinzipien aus dem agilen Manifest: einfach ist besser, Team in Selbst-Organisation, Reflexions-Zyklen.

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In diesem Artikel hatten wir die Entstehungsgeschichte des agilen Manifests beleuchtet. Im agilen Manifest gibt es 4 agile Werte. Damit sind die Grundlagen gelegt, die diesen Artikel einfach zu verstehen machen. Sollte dir ein wenig Kontext fehlen, dann empfehle ich dir diesen Artikel zu lesen. Aus dem agilen Manifest stammen auch die 12 agilen Prinzipien, um die es jetzt geht.

Die ersten 3 Prinzipienzweiten 3 Prinzipien und die dritten 3 Prinzipien sind in vorhergehenden Artikeln erklärt. Hier also der Abschluss der Prinzipien:

10 Einfach ist besser

Simplicity – the art of maximizing the amount of work not done – is essential.

Dieses Prinzip klingt einfach. Legen dienen Fokus auf das Resultat und entwickle eine einfache Lösung dafür. Arbeite nur an den nötigen Dingen, lasse alle Extras weg. Spare aber nicht an der Qualität.

Dabei fällt mir dieses Prinzip häuft sehr schwer. Gerade wenn ich in irgendwelche Details verliebt bin. Bestimmt kennst du dieses Phänomen auch.

In der Software geht es um immaterielle Resultate. Wenn du mit Materiellen Dingen zu tun hast, dann ist es nicht immer so einfach möglich etwas zu ergänzen oder zu ändern. Denke nur mal an den Keller beim Hausbau. Hier sind “Ausnahmen” bestimmt im Sinne des Prinzips. Das Prinzip soll ja nur dafür sorgen, dass der Fokus klein gehalten wird.

11 Team in Selbst-Organisation

The best architectures, requirements, and designs emerge from self-organizing teams.

Bei Anweisungen und Hierarchie liegt die Verantwortung bei der Führungskraft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dann nur noch zum Ausführen der Anweisungen da.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denken dann nicht mit, oft genug bekommen sie auch zu spüren, dass sie das nicht sollen.

Ein agiles Team ist im besten Fall hierarchiefrei. Dadurch muss Verantwortung von allen übernommen werden, sonst scheitert das Team. Wenn alle im Team mitdenken, dann steht mehr Kreativität und Expertise zu Verfügung. Ein solches Team kann bessere Lösungen erarbeiten.

Du solltest nicht glauben, dass Selbst-Organisation automatisch entsteht. “Nicht-Organisation” bringt leider keine Selbstorganisation hervor!!!

Es braucht Regeln, Freiräume und Limits damit ein Team gemeinsame Verantwortung übernimmt.

In regelfreien Räumen setzen sich oft selbsternannte Autoritäten durch.

12 Reflexions-Zyklen einbauen

At regular intervals, the team reflects on how to become more effective, then tunes and adjusts
its behavior accordingly.

Ich halte dieses Prinzip für ein echtes Meisterstück! Dieses Prinzip betrachtet nicht das Produkt, sondern die Produktentstehung.

Wenn du in deinen Kalender schaust, dann drehen sich die meisten Termine (oder gar alle) um die Arbeitsresultate.

Wie oft brachtest du auch die Abläufe und die Organisation? Genau dafür dienst dieses wichtige Prinzip.

Das Team betrachtet nicht das Produkt, sondern seine Arbeitsweise. Das schließt auch Rollen und Besetzungen der Rollen ein. Ich kann bestätigen, dass es hier auch persönlich werden kann.

Sind Verbesserungen identifiziert, dann solltest du konkrete Maßnahmen ableiten und am besten gleich im nächsten Zyklus anwenden.

Links und Material

Veröffentlicht am 27.4.2018

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